FAQ
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Häufig gestellte Fragen

Die FAQ – Frequently Asked Questions - geben Antworten auf häufige Fragen rund um die Themen Vereinbarkeit Familie und Beruf sowie familienfreundliche Personalpolitik.

 

 

Was sind familienfreundliche Maßnahmen?

Familienfreundliche Personalmaßnahmen können ganz unterschiedliche Formen haben. Am bekanntesten sind sicherlich Angebote in Teilzeit zu arbeiten, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern sollen.

Gleitzeit- und freie Pausenregelungen, Jobsharing aber auch Homeoffice-Angebote sind weitere Maßnahmen, die je nach Betrieb und Personalstruktur möglich sind.

Die Regelung von flexiblen Arbeitszeiten kann unterschiedlich gehandhabt werden. Arbeitszeitkonten stellen eine kostenneutrale Möglichkeit für den Arbeitgeber dar und können verschiedenste Ausgleichszeiträume und natürlich auch Grenzen für Plus- und Minusstunden regeln.

Arbeitszeitkonten sind nicht von sich aus familienfreundlich sondern können zu einer familienfreundlichen Personalpolitik beitragen, je nach Handhabung. Wichtig ist, dass ein Ausgleich der Interessen von Beschäftigten und Betrieb stattfindet.

Weitere vertiefende Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Zahlt sich Familienfreundlichkeit für meinen Betrieb aus?

Es gibt verschiedenste Untersuchungen zu den betriebswirtschaftlichen Aspekten von familienfreundlichen Maßnahmen. Alle Studien kommen zu dem Ergebnis, dass familienfreundliche Unternehmen an verschiedenen Stellen zum Teil erhebliche Kostenvorteile erzielen können. Diese ergeben sich durch einfachere Rekrutierung des Personals aufgrund des Merkmals „Familienfreundlichkeit“, eine geringere Fluktuation des Personals und somit geringere Wiederbeschaffungskosten, geringere Kosten für Elternzeit durch flexible Wiedereingliederung, ein besseres Betriebsklima und damit einhergehend eine erhöhte Motivation und Einsatzbereitschaft der Beschäftigten. Des Weiteren melden familienfreundliche Unternehmen weniger Fehlzeiten, geringeren Krankenstand und kürzere Elternzeiten.

Ausführlichere Informationen und die oben erwähnten Studien finden Sie hier.

Welche Kosten entstehen bei der Einführung von familienfreundlichen Maßnahmen?

Familienfreundliche Personalpolitik rechnet sich für Unternehmen und Betriebe.

Die erhöhte Motivation der Mitarbeiter, die geringeren Ausfallzahlen und eine nachhaltige Mitarbeiterbindung führen in den meisten Betrieben zu einer Kostenersparnis. Es profitieren also nicht nur die Mitarbeiter von familienbewussten Angeboten, sondern auch die Unternehmen. Wie hoch der finanzielle Vorteil sein kann, zeigen Modellrechnungen für größere Mittelständler sowie für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf den Internetseiten des Unternehmensnetzwerks Erfolgsfaktor Familie.

Diese finden Sie hier.

Gibt es Möglichkeiten, sich als Unternehmen beraten zu lassen, welche familienfreundlichen Maßnahmen im Betrieb geeignet wären und wer kann Betrieben und Angestellten bei speziellen Fragen helfen

Interessierte Unternehmen können sich an ihre Wirtschaftsförderung sowie die zuständige IHK-Geschäftsstelle vor Ort wenden.

Die Kreishandwerkerschaften stehen gerne den Handwerksbetrieben für Fragen zum Thema zur Verfügung.

Des Weiteren können sich Betriebe und Unternehmen auch an die Investitionsbank Schleswig-Holstein wenden. Diese berät auch zur einzelbetrieblichen Förderung.

Angestellte können sich an die Beratungsstellen zu den unterschiedlichen Fragestellungen wenden.

Alle Adressen, Internetlinks und Telefonnummern finden Sie unter Beratungs- und Betreuungsstellen oder unter Informationsstellen

Wer berät mich zu diesem Thema und welche Kosten entstehen für die Beratung?

Es gibt eine Vielzahl von Beratungsangeboten.

Besteht der Wunsch, eine Unternehmensberatung zu engagieren, kann dies möglicherweise finanziell vom Land Schleswig-Holstein unterstützt werden.

Kleine und mittlere Unternehmen in Schleswig-Holstein können mit Hilfe der Potenzialberatung Unterstützung durch externe Beratung in Anspruch nehmen, um damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zukunftssichere Arbeitsplätze zu erhalten und auszubauen. Gefördert wird die Inanspruchnahme der Dienstleistungen externer Berater oder Beratungsunternehmen unter anderem für Verbesserung der betrieblichen Aufbau- und Ablauforganisation, Personalentwicklung, Arbeitszeitmodelle, Chancengleichheit für Frauen und Männer und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Bis zu 45 % der Gesamtkosten sind förderfähig, maximal jedoch 300 € pro Beratertag.

Weiterführende Informationen zur Förderung von Beratungsleistungen erhalten Sie bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein

Gibt es spezielle Gewerkschaftspositionen zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie begegnen uns fast täglich Meldungen und wohlmeinende Stichworte aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Um tatsächlich zu messbaren Verbesserungen zu kommen, ist ein Zusammenwirken verschiedenster Akteure im betrieblichen Alltag, in der Politik vor Ort, zwischen Verbänden, Familien und Einzelpersonen erforderlich.

Praktische Lösungen für die jeweiligen Einzelfälle können nicht global, sondern eher direkt im betrieblichen und kommunalen Zusammenwirken der Beteiligten gefunden werden. Regionale Projekte, wie „ CheFsache Familie“ haben bewiesen, dass sie Wegbereiter für die Thematik sind sowie auch professionelle Unterstützung für Unternehmen und örtliche Bündnisse bieten können. Der DGB ist auf der Bundesebene sowie in direkter Beteiligung vor Ort als fachkompetenter Sozialpartner dabei. Der DGB in Schleswig-Holstein hat jahrelang das Projekt CheFsache Familie ideell und finanziell begleitet.

Weitere Informationen über die Handlungsfelder des DGB zum Thema finden Sie beim DGB Stichwort "Vereinbarkeit von Familie und Beruf"

MitarbeiterInnen werden Eltern. Wie kann ich sie dabei unterstützen?

In erster Linie ist Verständnis für die Situation und Offenheit gegenüber den werdenden Eltern Grundlage einer familienfreundlichen Personalführung. Damit verbunden sind Gespräche schon vor Beginn der Elternzeit über den Verbleib im Unternehmen und die Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses, während und nach der Elternzeit.

Flexible Arbeitszeitmodelle und andere familienfreundliche Maßnahmen, wie zum Beispiel die Bereitstellung eines Notfallkindergartenplatzes, können die MitarbeiterInnen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen.

Wo gibt es Informationen zum Thema Elternzeit?

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat einen Leitfaden zu allen Fragen der neuen Elternzeit erstellt. Dieser ist auf der Internetseite des Ministeriums als Broschüre zu bestellen oder als PDF-Datei hier herunter zu laden.

Weiterführende Fragen zur Elternzeit einschl. Antragstellung erfolgt beim Landesamt für Soziale Dienste, Außenstelle Heide für die Kreise Dithmarschen und Nordfriesland.

Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein
Außenstelle Heide
Neue Anlage 9
25746 Heide
Telefon:: 0481 6960
E-Mail: post.hei@lasd.landsh.de

Wie finden MitarbeiterInnen ein mit der Berufstätigkeit harmonierendes dauerhaftes Betreuungsangebot für ihre Kinder?

Im Kreis Nordfriesland vermittelt sowohl der Kreis als auch der Kinderschutzbund Tagesmütter. Beim Kinderschutzbund werden ausschließlich Tagesmütter vermittelt, die direkt beim Kinderschutzbund angestellt sind. Der Kreis hingegen hält eine Liste von Tagesmüttern in der Region bereit, die selbstständig kontaktiert werden müssen. Der Kontakt zu Kindertagesstätten sollte selbstständig gesucht werden. Kindergärten im Kreis Dithmarschen finden Sie über das Familienportal des Kreises ebenso wie ausführliche Informationen zum Kinderbetreuungsangebot in der Region. Unter der Rubrik „Leben mit Kindern / Kinderbetreuung“ gibt es eine vollständige Datenbank sämtlicher Kindertageseinrichtungen im Kreis mit Öffnungszeiten, Ansprechpartnerinnen und weiterführenden Informationen zur jeweiligen Kita.


Darüber hinaus bietet die Tagespflegebörse des Kreises ergänzende Betreuungsangebote. Hier werden sowohl Tagesmütter vermittelt und als auch interessierte Frauen zur Tagesmutter qualifiziert.

Einen Überblick über das Kinderbetreuungsangebot in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg gibt es hier.

Gibt es flexible Betreuungsangebote für Kinder von Angestellten im Fall von unvorhergesehener Mehrarbeit, längeren Arbeitszeiten oder kurzfristigen Dienstreisen?

Etliche Unternehmen und Betriebe haben bereits Notfallkindergartenplätze in Einrichtungen in ihrer Nähe organisiert.

Weitere Informationen zur Einrichtung von Notfallkindergartenplätzen für Ihren Betrieb finden Sie hier. Erfolgsfaktor Familie - betrieblich unterstützte Kinderbetreuung

Wo gibt es Informationen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen?

Der Deutsche Gewerkschaftsbund stellt auf seiner Internetseite einen Leitfaden zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen zur Verfügung. Diesen finden Sie hier.

Eine Informationsbroschüre zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen, eine praxisnahe Handlungshilfe für Unternehmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Pflege, können Sie bei der INQA - Initiative Neue Qualität in der Arbeit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Berlin bestellen oder hier herunterladen.

Gibt es flexible Betreuungsangebote für pflegebedürftige Angehörige von Angestellten im Fall von unvorhergesehener Mehrarbeit, längeren Arbeitszeiten oder kurzfristigen Dienstreisen?

In Dithmarschen und Nordfriesland gibt es zu allen Fragen der Pflege von Angehörigen Unterstützung bei den Pflegestützpunkten. Deren Adresse finden Sie hier.“ „Hier“ verlinken mit eigener Seite „Beratungs- und Betreuungsstellen.

Gibt es erfolgreiche Beispiele von Betrieben, die bereits familienfreundliche Maßnahmen eingeführt haben?

Die gibt es. Das Projekt CheFsache Familie hat einige Betriebe in Dithmarschen und Nordfriesland bei der Einführung von familienfreundlichen Maßnahmen begleitet und betreut.

Erfahrungsberichte finden Sie auf dieser Seite unter „Fallstudien“. Weitere Best-Practise-Beispiele aus den unterschiedlichsten Branchen in ganz Deutschland können Sie hier finden: Erfolgsfaktor Familie - Best-Practise-Beispiele aus allen Branchen

Bin ich als Betrieb gesetzlich verpflichtet, familienfreundliche Maßnahmen einzuführen?

Nein, Betriebe sind nicht gesetzlich verpflichtet familienfreundliche Maßnahmen einzuführen. Die Argumente für eine familienfreundliche Personalentwicklung sprechen allerdings für sich selbst. Nicht nur wirtschaftlich lohnt sich die Investition in familienfreundliche Maßnahmen sondern auch für die Betriebskultur und –kommunikation.